Warum Bruxismus besondere Anforderungen an Seitenzahnrestaurationen stellt
Wie Bruxismus die Haltbarkeit von Seitenzahnrestaurationen beeinflusst
Für eine erfolgreiche zahnmedizinische Behandlungsplanung ist es entscheidend, die Ursachen der bestehenden Probleme sorgfältig zu erkennen. Das gilt besonders für Patientinnen und Patienten mit Bruxismus. Das unbewusste Zähneknirschen kann erhebliche Auswirkungen auf die Mundgesundheit haben – vor allem, wenn bereits Restaurationen im Seitenzahnbereich vorliegen.
Mit Bruxismus verbundene Herausforderungen
Bruxismus kann zu übermäßigen Kaubelastungen führen, die insbesondere okklusale Seitenzahnrestaurationen gefährden. Bei Patientinnen und Patienten, die eine Behandlung benötigen, trägt die kontinuierliche Überbeanspruchung oft genau zu den Schäden bei, welche die Restaurationen erst notwendig machen. Eine namenhafte Studie zeigte, dass die maximale Beißkraft während Bruxismus-Episoden bis zu 1.100 N erreichen kann – ein Wert, der sogar die stärkste willkürliche Beißkraft übertrifft¹. Auch wenn diese Kräfte nicht dauerhaft anhalten, sind die Risiken im Zusammenhang mit wiederkehrendem Bruxismus erheblich. Daher müssen sie bei der Planung geeigneter Restaurationen unbedingt berücksichtigt werden.
Lösungen für den Seitenzahnbereich
Bruxismus geht mit einer Reihe von Risiken einher. Dazu gehören sowohl okklusale Traumata als auch der Abbau parodontaler Gewebe². Ist die Oberflächenstruktur der Seitenzähne bereits erodiert, sollten Zahnärztinnen und Zahnärzte geeignete restaurative Maßnahmen empfehlen, um die verlorene Zahnhartsubstanz zu ersetzen. Dabei stehen verschiedene Optionen zur Verfügung:
1. Restaurationen aus Komposit-Füllungsmaterialien
Komposite gelten häufig als bevorzugte Option für Seitenzahnrestaurationen, da sie vielseitig einsetzbar und zugleich minimalinvasiv sind³. Dennoch äußern manche Zahnärztinnen und Zahnärzte Bedenken hinsichtlich der Ästhetik und langfristigen Haltbarkeit direkter Kompositversorgungen. Aspekte, die gerade bei Bruxismus-Patienten eine zentrale Rolle spielen. Die sorgfältige Auswahl des passenden Kompositmaterials ist daher entscheidend für dauerhaft stabile Behandlungsergebnisse.
2. Keramische Rekonstruktionen
Diese Restaurationen werden vor allem aufgrund ihres ästhetischen Erscheinungsbildes geschätzt. Besonders Zirkoniumoxid-Keramiken haben dank ihrer hohen Festigkeit und Haltbarkeit zunehmend an Bedeutung gewonnen⁴. Die Präparation für Vollkronen ist jedoch vergleichsweise invasiv: Für ihre Herstellung müssen bis zu 75,6 % der ursprünglichen Zahnhartsubstanz entfernt werden⁵.
3. Okklusale Veneers
Bei geringerem Verschleiß können okklusale Veneers eine geeignete therapeutische Option darstellen. Diese sehr dünnen Restaurationen (nur 0,3 mm) halten Kaubelastungen stand, bewahren zugleich die Ästhetik und ermöglichen eine besonders schonende Präparation⁶. Ihre Anwendung erfordert jedoch ein hohes technisches Können und kann das Risiko von Passungsproblemen erhöhen⁷.
Jede Behandlungsoption bietet spezifische Vorteile. Entscheidend ist, das Material an die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Patientin oder des jeweiligen Patienten anzupassen. Dabei sollten Faktoren wie das Ausmaß des Substanzverlusts, die Ausprägung des Bruxismus sowie die ästhetischen Erwartungen der Patientinnen und Patienten sorgfältig berücksichtigt werden.
Planung für zukünftige Restaurationen
Bei Patientinnen und Patienten mit Bruxismus ist es wichtig, dass Zahnärztinnen und Zahnärzte die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Folgerestaurationen einschätzen. Zwar würde eine erfolgreiche Behandlung des Bruxismus die Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung verringern, doch dieses Ziel ist oft nicht sofort erreichbar. Mögliche Strategien zur Bewältigung des Bruxismus sind zum Beispiel⁸:
Okklusale Anpassungen und orale Rehabilitation
- Reduktion beitragender Risikofaktoren, etwa Rauchen sowie Alkohol- und Koffeinkonsum
- Psychologische Maßnahmen, einschließlich Entspannungstechniken und Psychotherapie
Da jede Patientin und jeder Patient individuelle Bedürfnisse und Beschwerden hat, gibt es möglicherweise keine einfache Lösung. Deshalb sollten Zahnärztinnen und Zahnärzte bei der Erstversorgung berücksichtigen, dass künftige Reparaturen erforderlich sein könnten.
Additive Behandlungsansätze werden in der Regel invasiveren Optionen wie keramischen Kronen vorgezogen, die nicht die erste Wahl für Seitenzahnrestaurationen darstellen sollten⁵. Komposite, die sich besonders für minimalinvasive Reparaturen eignen, zeigen vielversprechende Ergebnisse bei der Verlängerung der Lebensdauer von Seitenzahnrestaurationen³.
Modernen Anforderungen gerecht werden
Während aus klinischer Sicht Funktionalität und Reparierbarkeit entscheidend sind, verändern sich die Erwartungen der Patientinnen und Patienten. Durch die häufige Präsentation ästhetischer restaurativer Ergebnisse in den sozialen Medien legen viele Menschen zunehmend Wert auf das Erscheinungsbild ihrer Zähne. Da Bruxismus oft zu übermäßigen Belastungen im Seitenzahnbereich führt, fürchten Betroffene häufig, dass sie die Ästhetik zugunsten der Funktionalität opfern müssten. Dies ist jedoch nicht zwangsläufig der Fall.
Das preisgekrönte 3M™ Filtek™ One Bulk Fill Komposit wurde entwickelt, um die Balance zwischen Ästhetik und Haltbarkeit bei Seitenzahnrestaurationen zu optimieren. Diese innovative Lösung vereint ansprechende ästhetische Eigenschaften, klinische Einfachheit und außergewöhnliche Verschleißfestigkeit und eignet sich für verschiedene Indikationen. Durch den Einsatz von AFM- und AUDMA-Monomeren werden Schrumpfung und Spannungen innerhalb der Restauration reduziert, wodurch die Gesamtperformance der Versorgung verbessert wird.
Patientinnen und Patienten mit Bruxismus werden im Laufe ihres Lebens voraussichtlich mehrere Seitenzahnrestaurationen benötigen, insbesondere wenn ihre Knirschgewohnheiten bestehen bleiben. Deshalb ist es entscheidend, in jedem Fall die passende Lösung auszuwählen. Dabei sollten sowohl die aktuellen Anforderungen an eine Behandlung als auch die Möglichkeit zukünftiger Reparaturen berücksichtigt werden, um den langfristigen Behandlungserfolg sicherzustellen⁸.


Bulk Fill-Komposit Research Award: 3M™ Filtek™ One Bulk Fill Komposit
Um die Effizienz und Performance zu steigern, ermöglicht 3M™ Filtek™ One Bulk Fill Komposit es Zahnärztinnen und Zahnärzten, das Füllungsmaterial in nur einer Schicht zu applizieren, ohne dabei die Qualität zu beeinträchtigen.
Warum es gewann:
- Hohe Aushärtungstiefe für eine schnelle Applikation in nur einer Schicht.
- Exzellente Anpassung an die Kavitätenwände für starke Haftung und weniger Lufteinschlüsse
- Geringe Schrumpfung für langfristige Haltbarkeit
Was die Bewertungen sagen:
"Schnellere, einfachere Restaurationen ohne Einbußen bei der Festigkeit - ein Muss in meiner Praxis."
"Ich schätze die Effizienz, und die Ergebnisse sprechen für sich."
¹ Lantada, A. D., Bris, C. G., Morgado, P. L., & Maudes, J. S. (2012). Novel system for bite-force sensing and monitoring based on magnetic near field communication. Sensors, 12(9), 11544-11558.
² Murali, R. V., Rangarajan, P., & Mounissamy, A. (2015). Bruxism: Conceptual discussion and review. Journal of pharmacy & bioallied sciences, 7(Suppl 1), S265.
³ Pizzolotto, L., & Moraes, R. R. (2022). Resin Composites in Posterior Teeth: Clinical Performance and Direct Restorative Techniques. Dentistry Journal, 10(12), 222.
⁴ Hmaidouch, R., & Weigl, P. (2013). Tooth wear against ceramic crowns in posterior region: a systematic literature review. International journal of oral science, 5(4), 183-190.
⁵ Wang, B., Fan, J., Wang, L., Xu, B., Wang, L., & Chai, L. (2022). Onlays/partial crowns versus full crowns in restoring posterior teeth: a systematic review and meta-analysis. Head & Face Medicine, 18(1), 1-17.
⁶ Egbert, J. S., Johnson, A. C., Tantbirojn, D., & Versluis, A. (2015). Fracture strength of ultrathin occlusal veneer restorations made from CAD/CAM composite or hybrid ceramic materials. Oral Science International, 12(2), 53-58.
⁷ Abd Elmonam, A. E., Hamza, T. A., & Abd-El Aziz, M. H. (2017). A comparative study on the effect of different preparation designs and type of materials on the marginal fit of occlusal veneer.
⁸ Murali, R. V., Rangarajan, P., & Mounissamy, A. (2015). Bruxism: Conceptual discussion and review. Journal of pharmacy & bioallied sciences, 7(Suppl 1), S265.







